Equal Payment

Equal Payment in der Zeitarbeit

Leiharbeitskräfte sind heute in jeder Branche und mit unterschiedlichsten Qualifikationen zu finden. Um die Rechte dieser großen Arbeitnehmergruppe zu bestärken, trat der Beschluss zum "Equal Payment" in Kraft. Unter "Equal Payment" (frei übersetzt: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit") versteht man die gleichwertige Höhe der Entlohnung für einen Arbeitseinsatz. Dieser Ansatz betrifft Zeitarbeitnehmer und die Stamm-Mitgliedschaft eines Unternehmens. Berufen wird sich hierfür auf das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, das eine völlige Gleichbehandlung von Zeitarbeitnehmern vorsieht. Individuelle Neuregelungen auf Basis dieser Grundlagen sind jedoch innerhalb eines unternehmenseigenen Tarifvertrag möglich.

Wesentliche Arbeitsbedingungen nach Equal Payment

Alle im deutschen Arbeitsrecht formulierten Voraussetzungen müssen gegeben sein, um eine, im Sinne von "Equal Payment" erforderliche Entlohnung zu gewähren. Darunter zählen u.a. das Arbeitsentgelt, der Urlaub, die aufgebrachte Arbeitszeit sowie die Benutzung sozialer Behörden. Zu beachten ist jedoch, dass nicht alle vereinbarten Bedingungen für sich zu betrachten sind, sondern einzelne Regelungen innerhalb einer Sachgruppe auftreten (Bsp.: "Urlaub" und "Entgelt"). Mithilfe eines "Sachgruppenvergleichs" ist die Kategorisierung möglich.

Equal Payment bei vormals arbeitslosen Arbeitnehmern

Ein zuvor arbeitsloser Leiharbeitnehmer hat das Anrecht auf den Erhalt eines Nettoarbeitsentgelts für den Zeitraum von sechs Wochen. Dieses richtet sich nach dem zuvor erhaltenen Arbeitslosengeldsatzes des Leiharbeitnehmers. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass der Arbeitnehmer zu keiner Zeit vor dem neuen Beschäftigungsverhältnis in dem Leiharbeitsunternehmen gearbeitet haben darf.