Schlecker-Pleite bringt Zeitarbeitsbranche in Verruf

Durch die Schlecker-Pleite und deren vormalig inkorrekte Nutzung der Zeitarbeit, steht Zeitarbeitsbranche in Verruf

Berlin – Schlecker steht endgültig vor dem Aus. Die seit Wochen andauernden Debatten und Bemühungen um eine Rettung der Drogeriemarktkette waren nicht von Erfolg gekrönt. Während Schlecker wie die Unternehmen, die ein ähnliches Schicksal erlitten, womöglich schon binnen kurzer Zeit in Vergessenheit geraten wird, hat die Zeitarbeitsbranche den Schaden. "Was den Menschen im Gedächtnis bleiben wird, ist, wie die Schlecker-Eigner zur Maximierung ihrer Gewinne mit den Mitarbeitern umgesprungen sind. Wie sie diese aus Festanstellungsverträgen in flexiblere Arbeitsverhältnisse gedrängt haben", sieht Zeitarbeitsexperte Sven Konzack große Image-Schäden für die gesamte Branche, die derzeit ohnehin schon unter dem Fachkräftemangel zu leiden hat.

Der Geschäftsführer von Deutschlands größter Jobbörse für die Zeitarbeitsbranche Timeworkers.de (www.timeworkers.de) befürchtet einmal mehr, dass ein schwarzes Schaf die gesamte Branche in Verruf bringt und stellt klar: "Das, was bei Schlecker vorgegangen ist, ist bei deutschen Zeitarbeitsunternehmen nicht die Regel. Die überwiegende Mehrheit geht sehr verantwortungsbewusst mit den eigenen Mitarbeitern um. Aber es gibt eben – wie in anderen Branchen auch – leider immer wieder Unternehmen, die ihnen zur Verfügung stehende Instrumente wie die Zeitarbeit missbräuchlich oder zumindest moralisch fragwürdig einsetzen." Es dürfe nicht der Fehler gemacht werden, für die Verfehlung einzelner, wenn auch großer, Unternehmen eine ganze Branche in Sippenhaft zu nehmen, so Konzack.

Er macht darauf aufmerksam, dass die Zeitarbeitsbranche einer der Wachstumstreiber in Deutschland und somit maßgeblich am Wirtschaftsaufschwung in der Bundesrepublik beteiligt ist. "Auch die derzeit niedrigen Arbeitslosenzahlen und die damit einhergehenden Entlastungen für die öffentlichen Haushalte wären ohne die Zeitarbeit nicht denkbar", streicht der Zeitarbeitsexperte heraus.

Weitere Informationen unter www.timeworkers.de