AÜG - Arbeitnehmerüberlassungsgesetz

Der Ursprung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)

Unternehmen, die in einer so genannten kritischen Unternehmensphase stehen, stehen oft vor der Entscheidung das erwirtschaftete Kapital gewinnbringend zu investieren. Die Frage nach geeignetem Personal und nach den damit einhergehenden Anforderungen an die Qualifizierungen der Mitarbeiter ist im Rahmen von Neuinvestitionen sehr schwer zu beantworten. Aus diesem Grund greifen Unternehmen auf die Möglichkeit einer Arbeitnehmerüberlassung zurück um das Risiko von Fehlinvestitionen zu minimieren.

Um von staatlicher Seite aus die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine Arbeitnehmerüberlassung zu schaffen, wurde das (AÜG) Arbeitnehmerüberlassungsgesetz formell verfasst. Der Geltungsbereich des AÜG galt ursprünglich für Arbeitnehmer, die auf Zeit bei einem Arbeitgeber leihweise angestellt waren um eine soziale Absicherung zu Gewährleisten.

Grundsätzliche Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)

Die im AÜG Beschränkungen wie zum Beispiel die maximale Überlassungsdauer von zwei Jahren wurde aufgehoben. Weiter gilt aktuell der verfassungsrechtliche Grundsatz der Gleichberechtigung für zweitweise überlassene Arbeitnehmer. Der Grundsatz legt fest, dass Leiharbeitnehmer für die selbe Tätigkeit wie zum Unternehmen gehörende Arbeitnehmer eine gleiche Entlohnung, gleiche Arbeitszeit und identische Urlaubansprüche haben müssen.

Tarifliche Vereinbarungen

Tarifvereinbarungen können vom oben genannten Grundsatz abweichen! Zu den Tariforganisationen gehören zum Beispiel der Arbeitgeberverband für Mittelständische Personaldienstleister [AMP), der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (iGZ) oder der Bundesverband Zeitarbeit (BZA), welche mit dem DGB oder anderen Arbeitnehmervertretern einen Tarifvertrag aushandeln.