Arbeitnehmerfreizügigkeit-Osteuropa

Warum gibt es die Arbeitnehmerfreizügigkeit?

Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist das Grundrecht jedes EU-Bürgers sich innerhalb der Grenzen der Europäischen Union seinen Arbeitsplatz frei auswählen zu können. Normalerweise gilt das Recht für alle Bürger eines Landes sobald ihr Staat der EU beigetreten ist. In begründeten Ausnahmefällen können einzelne Länder ihren Arbeitsmarkt für neue EU-Staaten mehrere Jahre schließen.

Deutschland verzögert Arbeitnehmerfreizügigkeit für Osteuropa

Deutschland hat die Möglichkeit den eigenen Arbeitsmarkt für die neuen EU-Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn, die 2004 der EU beigetreten sind, zu schließen, in Anspruch genommen. Die Bürger der genannten Länder mussten sich sieben Jahre gedulden bis sie sich in Deutschland nach einem Arbeitsplatz umsehen durften und ihr Recht auf Arbeitnehmerfreizügigkeit in Anspruch nehmen konnten. Deutschland begründete den Aufschub der EU gegenüber mit dem aufgrund der Wirtschaftskrise angespannten Arbeitsmarkt. Seit dem 1. Mai 2011 ist die Arbeitnehmerfreizügigkeit für Osteuropäer auch in Deutschland möglich.

Arbeitnehmerfreizügigkeit für Chance für Menschen aus Osteuropa

Arbeitnehmer aus Osteuropa können sich nach der siebenjährigen Zugangsbeschränkung jetzt auch Jobs in Deutschland suchen. Das bietet größtenteils finanzielle Chancen für sie, denn die Löhne in Osteuropa liegen deutlich unter denen in Deutschland. Besonders fachlich gut ausgebildete Arbeitnehmer werden in Zukunft auf dem deutschen Arbeitsmarkt Chancen haben.