Pflegehelfer (m/w)

Pflegehelfer (m/w) - Ein Beruf mit Verantwortung

Das Berufsbild des Pflegehelfers ist in Deutschland nicht bundeseinheitlich geregelt. Die Berufsgruppe der Pflegeberufe, insbesondere auch der Pflegehelfer, wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch mehr an Bedeutung gewinnen, denn der Bedarf an examinierte Pflegekräften aber auch Hilfskräften wächst stetig. Typisch für das Berufsbild des Pflegehelfers sind die Unterstützung des examinierte Pflegepersonals sowie die Übernahme von Hilfstätigkeiten, die in den unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen ständig anfallen. Die einzelnen Berufsabschlüsse für unterstützende Tätigkeiten in der Pflege können jeweils in den einzelnen Bundesländern erworben werden. Die Berufsbezeichnungen dazu lauten Pflegehelfer, Pflegeassistent, Betreuungsassistent oder Altenpflegehelfer. Die Ausbildung zum Betreuungsassistenten dauert in der Regel nur ein halbes Jahr, während Pflegeassistenten mit einer Ausbildungsdauer von bis zu zwei Jahren rechnen müssen.

 

Pflegehelfer können gelernt oder ungelernt sein

In der Regel dauert die Ausbildung zum Pflegehelfer ein Jahr, Voraussetzung ist mindestens einen Hauptschulabschluss oder eine andere bereits abgeschlossene Berufsausbildung, welche aber nicht unbedingt artverwandt sein muss. Spezielle Berufskollegs vermitteln das erforderliche Fachwissen, wobei auch mehrwöchige Praktika in Pflegeeinrichtungen abzuleisten sind. Für die praktische Ausbildung sind durchschnittlich bis zu 1000 Unterrichtsstunden veranlagt. Die erfolgreiche Teilnahme an einem Aus- oder Weiterbildungskurs zum Pflegehelfer wird durch ein Instituts-internes Zertifikat bestätigt. Es ist darauf zu achten, dass das jeweilige Zertifikat nicht unbedingt in jedem Bundesland gültig sein muss. Aufgrund des stetig steigenden Bedarfs sind auch immer mehr Pflegehelfer in Seniorenwohnheimen oder Krankenhäusern tätig, die über keine spezielle Ausbildung in der Pflege verfügen. 

Das Gehalt eines Pflegehelfers ist es zumeist abhängig von der Qualifikation

Der Einstieg in das Berufsbild Pflegehelfer ist daher grundsätzlich auch ohne entsprechende Aus- oder Weiterbildung möglich, jedenfalls solange sich die jetzige Gesetzeslage nicht wesentlich ändert. Viele Pflegeheime sind bereits dazu übergegangen, branchenfremde Bewerber als Helfer für die Erfordernisse von Arbeiten in der Pflege entsprechend anzulernen und anzuleiten. Ungelernte Kräfte in der Pflege verdienen in der Regel jedoch entsprechend weniger, als ihre ausgebildeten Kollegen. Wer als Pflegehelfer arbeiten möchte, sollte selbständig arbeiten können, gerne anpacken und eine gewisse Empathie für die Erfordernisse und Bedürfnisse von Pflegebedürftigen mitbringen. Freude am Umgang mit kranken und pflegebedürftigen Menschen, Zuverlässigkeit, Teamgeist, emotionale Stabilität und die Fähigkeit auch bei hoher Arbeitsbelastung den Überblick zu behalten, sollten ebenfalls persönliche Voraussetzung für die Tätigkeit als Pflegehelfer sein. 

Kompetenzen für Hilfskräfte sollten im Arbeitsalltag stets klar definiert sein

Ausgebildet Pflegehelfer dürfen die sogenannte Grundpflege, stets unter Aufsicht einer examinierten Pflegekraft, durchführen. Hilfstätigkeiten wie etwa das Anreichen von Essen und Trinken, Hilfe beim An- und Auskleiden aber auch das Messen von Körpertemperatur, Puls oder Blutdruck können von Helfern in der Pflege übernommen werden. Das exakte Tätigkeitsprofil für Pflegehelfer kann sich von Einrichtung zu Einrichtung erheblich unterscheiden. Außerdem kann es vorkommen, dass Kompetenzen nicht immer ganz klar definiert und geregelt sind, trotzdem müssen Pflegehelfer stets darauf achten ihre Kompetenzen im Pflegealltag nicht zu überschreiten. 

Auch Fernlehrgang zum Pflegehelfer möglich

Weiterhin sind Pflegehelfer auch im Bereich der Hygiene tätig. Dies betrifft beispielsweise die Raumhygiene bis hin zum Abziehen der Betten. Für Arbeitnehmer, die bislang in einem anderen Beruf tätig waren, besteht auch die Möglichkeit einen Fernkurs zum Pflegehelfer zu absolvieren. Wer sich für diese zeitgemäße Form der Weiterbildung interessiert, sollte darauf achten, dass der Fernkurs Pflegehelfer von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen und zertifiziert wurde. Auch im Rahmen eines solchen Fernkurses ist es in der Regel erforderlich, mehrwöchige unbezahlte Praktika in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen zu absolvieren.