Altenpfleger (m/w)

Berufsbild des Altenpfleger / Altenpflegerin

In Deutschland sind etwa 500.000 Arbeitnehmer (Stand: 2017) sozialversicherungspflichtig als Altenpfleger/-innen beschäftigt. Lediglich 15 % Prozent davon sind Männer. Mehr als die Hälfte der in der Altenpflege Tätigen gehen ihrer Beschäftigung in Teilzeit nach. Charakteristisch für das Berufsbild von Altenpflegern (m/w) ist die Pflege und Betreuung von älteren Menschen, die aus Alters- und/oder Krankheitsgründen ganz oder zum Teil nicht mehr in der Lage sind, ihren Alltag ohne Hilfe zu bewältigen. Bei der Altenpflege spielen insbesondere auf Erhaltung der physischen und psychischen Fähigkeiten zur Gewährleistung von Lebensqualität abgestellte Tätigkeiten eine erhebliche Rolle. Ziel der Altenpflege ist es, den hilfsbedürftigen Patienten ein möglichst beschwerdearmes und würdevolles Leben im Alter zu ermöglichen.

 

Tätigkeitsbereiche und Arbeitsbedingungen von Altenpflegern (m/w)

Altenpfleger/-innen finden sowohl bei Privat-Unternehmen als auch bei kommunalen oder staatlichen Trägern Beschäftigung. Daneben gibt es zudem eine Reihe von selbständig arbeitenden Altenpflegern. Dem Beruf des Altenpflegers (m/w) kann in vielen Tätigkeitsfeldern nachgegangen werden. Besonders häufig arbeiten Altenpfleger/-innnen in Altenwohnheimen mit angeschlossenen Pflegeeinrichtungen. Oft sind sie auch Angestellte von Sozialstationen oder ambulanten Pflegediensten und betreuen ihre Patienten in deren Wohnungen. Ferner arbeiten viele Altenpfleger/-innen in den geriatrischen Fachabteilungen von Krankenhäusern, in Reha-Kliniken sowie in Hospizen.

Im Mittelpunkt der Altenpflegetätigkeit stehen insbesondere pflegerische Aufgaben, aber auch Motivation. Dabei sollen den körperlichen gesundheitlichen Einschränkungen so begegnet werden, dass die Betroffenen möglichst ganz oder zum Teil (wieder) in die Lage versetzt werden, zumindest bedingt eigenständig zu agieren. Gleich wichtig ist aber auch, die kommunikativen Fähigkeiten und sozialen Kontakte der Patienten zu unterstützen. Dabei spielt die Berücksichtigung der jeweiligen Lebensgeschichte des Patienten in der Praxis eine zunehmend wichtige Rolle („Biografiearbeit“). Zu den somit überaus vielfältigen, sich von Einsatzort zu Einsatzort zudem oft unterscheidenden Tätigkeiten von Altenpflegern/-innen gehören Grundpflegesachverhalte wie Hilfe bei der Körperpflege und -hygiene sowie beim An- und Auskleiden. Typisch ist auch die Hilfe bei Essenzubereitung und -aufnahme. Unter Umständen übernehmen Altenpfleger (m/w) auch medizinische Aufgaben wie Verbandswechsel, Blutdruckmessung, Einreibung oder Medikamentengabe.

Altenpfleger-Ausbildung und -Fortbildung sowie Vergütungen

Die mit einer staatlichen Prüfung endende Fachausbildung zum Altenpfleger (m/w) dauert in Deutschland in der Regel drei Jahre. Bei möglichen Teilzeitmodellen verlängert sich die Ausbildungszeit um zwei Jahre. Auszubildende, die bereits eine pflegerische Ausbildung (z. B. als Krankenpfleger oder Altenpflegehelfer) und/oder berufliche Praxis im Pflegebereich nachweisen, können die Altenpfleger-Ausbildung um bis zu zwei Jahren abkürzen.

Ausbildungsstätten sind vor allem öffentliche Berufsfachschulen für Altenpflege. Daneben bieten auch private Ausbildungsträger gegen Zahlung von Schulgeld die Berufsausbildung zum Altenpfleger( m/w) an. Im Rahmen der Ausbildung werden praktische Erfahrungen in Altenpflegeeinrichtungen gesammelt. Zu den Voraussetzungen für eine solche Ausbildung gehören wegen der für den Beruf typischen kraftaufwendigen Tätigkeiten wie Heben und Umbetten entsprechend ausreichende Kräfte und gute Belastbarkeit des Wirbelsäulen-Apparats. Überaus wichtig sind auch eine hohe psychische Belastbarkeit, ein klares und deutliches Sprechvermögen und empathische Fähigkeiten. Schulische Voraussetzungen für einen Ausbildungsplatz sind ein mittlerer oder ein vergleichbarer Schulabschluss.

Die Ausbildungsvergütungen schwanken etwa zwischen 1.000 und 1.200,- Euro monatlich. Vollzeitbeschäftigte Altenpfleger/-innen kommen auf durchschnittliche Monatsbruttoeinkommen von ungefähr 2.400,- Euro. Aufstiegschancen bieten sich durch Weiter- oder Fortbildung etwa zum Fachaltenpfleger, zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen oder zur Pflegedienstleitungskraft.